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Markus bringt den Sponsor Aschl auf Touren

15.04.2012
An der 300-er-Marke zu kratzen ist selbst für einen Rennfahrer nicht mehr Alltag. Und wenn´s zum ersten Mal passiert, dann schlottern einem schon mal die Knie. „Ich hab eine gewaltige Adrenalin-Ausschüttung gehabt,“ gesteht Markus Reisinger (25) aus Natternbach, „nach dem Ziel habe ich mich sofort niedersetzen müssen. Ich hatte das Motorrad nicht mehr halten können, einfach keine Kraft mehr gehabt!“ Der von Aschl gesponserte Oberösterreicher war erstmals beim EM-Bergcup in Landshaag-St. Martin im Mühlviertel an den Start gegangen, bei drei Trainings- und zwei Rennläufen. Die 3,6 Kilometer hatte er im schnellsten Durchgang, gleich im zweiten Trainingslauf, in 1:23 Minuten abgespult. Das ergibt auf der kurvigen Strecke einen für Otto Normalverbraucher unvorstellbaren Schnitt von 156 km/h. Einmal habe der 172 PS starke Motor der serienmäßig produzierten Yamaha R1 das Tempo automatisch abgeregelt, schildert Reisinger, das sei exakt bei 299 km/h gewesen. Nichts für schwache Nerven, aber auch nicht für Angeber: „Da braucht es enorme Konzentration und viel Gefühl.“ Es habe keinen Lauf ohne Adrenalinschub und ohne Nervosität vor dem Start gegeben, auch wenn der Pegel von Fahrt zu Fahrt gesunken sei, räumt er ein. Der verregnete Renntag sei grenzwertig gewesen, da seien viele gute Piloten durch Stürze ausgeschieden. Nach dem beachtlichen 13. Platz im ersten Rennen und inmitten eines Klassefeldes ist Markus Reisinger auf den Geschmack gekommen. „Motorradrennen fahren ist etwas Feines“, schwärmt er. Das nächste Bergrennen im Mühlviertel hat er schon im Visier, und auch eines im Herbst im wohlklingenden Monza würde ihn reizen. Motorsport zu betreiben ist für den jungen Mann vor allem eine Geldfrage. Trainingsrunden auf einem Ring seien teuer und kaum finanzierbar, klagt Markus Reisinger. „Man muss einfach sparen, sparen, sparen, und tschineun, tschineun, tschineun!“ (= hart arbeiten).
Wenn er sich das Motorradfahren schon etwas kosten lasse, stecke er halt beim Auto und bei anderen Sachen zurück. Dankbar sei er seinen Sponsoren, den ersten überhaupt, vor allem der Firma Aschl. „Die hat mich großzügig unterstützt!“ Noch ist der schnelle Mann auf seiner Maschin´ allein unterwegs. „Ja, ich bin Single. Aber vielleicht ruft mich eine Frau an, wenn sie diese Geschichte hier gelesen hat“, scherzt Markus. Eine schöne Ausfahrt sei der „Motorradbraut“ garantiert, verspricht er, und er gehe das langsam und gar nicht rennmäßig an. Also, wer traut sich?



Geschäftsführer Ing. Roman Aschl - Max Reisinger - Gerald Rösslhumer


Eurol Motorradbergrennen Landshaag (St.Martin, April 2012)

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