Formieren in Perfektion

Das Formiersystem von Aschl schützt Ihre Schweißnähte vor Oxidation und Verzundern.

Vor dem Schweißvorgang(Formieren) wird der Behälter bzw. das Rohr abdichtet und mit Formiergas gefüllt. Während des Schweißens wird weiter mit Formiergas gespült wodurch der Zutritt von Luftsauerstoff an die Nahtrückseite verhindert wird.

Vom Praktiker für Praktiker entwickelt

Das starre Zwischenrohr ermöglicht das schnelle und einfache Einsetzen – der Innenraum wird möglichst klein gehalten -> kurze Spüldauer, geringer Gasverbrauch – und das möglichst nahe an der Schweißnaht. Die Dichtlippen sind durch eine spezielle Gummimischung bis 230°C hitzebeständig.

Je nach Anwendung können Sie die Komponenten auch untereinander individuell zusammensetzen + jede Dichtlippe kann im Bedarfsfall einzeln ausgetauscht werden! Mit dem gasführenden Einschubrohr (optionell) können Sie den FormJoe zusätzlich bis zu 6 Meter im Rohr positionieren. Mit Hilfe des Gasabsperrhahns (optionell) können Sie zusätzlich auch noch den Gasfluss direkt beim FormJoe je nach Bedarf einstellen.

Formieren Formiereinrichtung Funktionsweise FatJoe

Formieren

Formieren bezeichnet ein Verfahren, das seit über 40 Jahren in der Schweißtechnik angewendet wird. Durch das Formieren erhalten Schweißnähte eine verbesserte Qualität, die bei korrekter Ausführung ebenfalls eine Nachbearbeitung der Schweißnähte ersetzt. Dies wiederum senkt die Fertigungskosten und bringt eine erhebliche Zeitersparnis mit sich.

Formieren und der Wurzelschutz

Werden Schweißnahtwurzel und Wärmeeinflusszone von Schutzgasen umspült, dazu gleichzeitig die sauerstoffhaltige Atmosphäre verdrängt, bezeichnet man dieses Verfahren als Wurzelschutz. Erfolgt ein solcher Wurzelschutz in Verbindung mit Rohrleitungen und Behältern spricht man vom Formieren.

Verwendung bei Edelstahl

Nichtrostender Stahl wird hauptsächlich wegen seiner Korrosionsbeständigkeit verwendet. Das Formierenverfahren sorgt bei diesem hochlegierten Stahl dafür, dass ebenfalls die Betriebssicherheit der Schweißverbindungen, unter korrosiven Bedingungen, gewährleistet ist. Bei nichtrostendem Stahl kommt es bei Einwirkung von Wärme und Sauerstoff aus dem Schweißprozess zu sogenannten Anlauffarben.

Diese können die Schweißverbindungen hochlegierter Werkstoffe beeinträchtigen. Aus diesem Grund kommt es zum Formieren dieser Schweißverbindungen. Es hat den Vorteil gegenüber anderen Abschirmverfahren, dass es kaum zur Bildung von Oxiden kommt.

Formiergas

Als Formiergase werden eingesetzt:

• Argon als Inertes und nicht reagierendes Schutzgas
• Stickstoff als quasi-Inertes reaktionsträges Schutzgas
• Gemische aus Argon bzw. Stickstoff mit Wasserstoff als reduzierende Schutzgase

Hilfsmittel beim Formieren

Je nach Möglichkeit sollte der zu bearbeitende Bereich beim Formieren räumlich abgegrenzt werden. Beim Formieren von Rohrleitungen oder Behältern ist die Schweißwurzel oft nur schwer zugänglich.

Hier ist oftmals eine spezielle Formiervorrichtung, oder auch Formierschleuse bzw. Formiereinrichtung genannt, nötig, um den Wurzelbereich mit genügend Formiergas abzudecken.

Besonders beim Spülen von Behältern und Rohren ist darauf zu achten:

• Leichte Gase von oben einbringen
• Schwerere Gase von unten einbringen

Edelstahl in Bestform