SLYRS DESTILLERIE
Die Wette gilt
Eine Schnapsidee, eine Wette und ein Skilift: Stationen in der Geschichte von SLYRS, dem bayerischen Whisky-Pionier mit neuer Destillerie am Schliersee.
Bayrischzeller Straße 13, 83727 Schliersee
Bayern – Deutschland
1994 bereist Florian Stetter Schottland und stellt fest: Berge, klares Wasser, reine Luft, eigensinnige Menschen – dort im Kilt, hier in Lederhose. Das könnte auch Oberbayern sein. Warum dann nicht auch Whisky? „Das kann ich auch!“, ruft er in die Runde. Seine Begleiter wetten dagegen, Einsatz: eine Kiste Weißbier. Stetter, gelernter Brauer und Destillateurmeister, gewinnt. 2002 kommen die ersten 1.600 Flaschen auf den Markt – und sind im Nu vergriffen.
Und der Name? SLYRS, gesprochen „Schlürs“ – und ja, das Wortspiel liegt auf der Zunge. Er greift einen Namen auf, der mehr als 1.200 Jahre zurückreicht: Eine Urkunde bestätigt am 21. Januar 779, dass fünf Brüder am „Slyrse“ eine klösterliche Zelle gegründet haben. Aus dem Slyrse wurde später Schliersee – und viel später SLYRS Whisky.
Heute gilt SLYRS als Pionier des deutschen Whiskys. Die Mountain Edition reift auf 1.501 Metern am Stümpfling, wohin rund 50 Fässer einst mit dem Skilift gebracht wurden – Whisky mit Bergbahn-Ticket.
Im Juni 2025 eröffnete in Neuhaus die neue Destillerie: rund 15 Millionen Euro schwer und für das Vier- bis Fünffache der bisherigen Menge ausgelegt. Es solle nicht höher, schneller, weiter gehen, sagt Geschäftsführer Hans Kemenater, sondern „besser, bewusster, nachhaltiger“.
Whisky besteht zu großen Teilen aus Wasser, entsprechend sorgsam geht SLYRS mit der Ressource um: Die neue Anlage spart nach Unternehmensangaben rund 200.000 Liter Kühlwasser im Jahr.
Im Hintergrund hält Aschl das Wasser auf Kurs: Das Abflussrohrsystem NIROPIPE führt Abwasser ab, von DN50 bis DN150. Dazu kommen Sonderanfertigungen wie F-Stücke in DN150. Auf den Geschmack kommt es beim Whisky an, bei den Rohren auf die Dichtheit.
Schottisch inspiriert, bayerisch gesinnt: Die Wette ist längst gewonnen, jetzt wird sie nur noch begossen. Slàinte – oder auf Bairisch: Prost!






